Menschenkette in Büchel

10.9.2021

koelnbonn

Mehrere Hundert   Friedensaktivist*innen haben entlang des Fliegerhorstes Büchel in der Eifel  mit einer Menschenkette am 5.9.2021 für atomare Abrüstung demonstriert. Sie sandten damit im Vorfeld ...

Mehrere Hundert   Friedensaktivist*innen haben entlang des Fliegerhorstes Büchel in der Eifel  mit einer Menschenkette am 5.9.2021 für atomare Abrüstung demonstriert.

Sie sandten damit im Vorfeld der Bundestagswahl ein Signal. Ihre Forderungen an Bundesregierung und Parteien lauten: Deutschland soll den Atomwaffenverbotsvertrag der UN unterzeichnen. Die US-Atomwaffen sollen aus Deutschland abgezogen werden. Rund 800 Menschen haben sich in die Menschenkette rund um den Fliegerhorst in der Eifel eingehängt. Die Kette erstreckte sich vom Gewerbegebiet Büchel bis zum Tor 1 des Fliegerhorsts. Organisiert wurde die Menschenkette von der Kampagne „Büchel ist überall! atomwaffenfrei.jetzt“. Zu den Teilnehmenden gehörte Pfarrer Helmut Müller, Pfarrer im Rheinischen Dienst für Internationale Ökumene (RIO) Region Köln-Bonn. Die Landessynode der EKIR hat 2020 noch einmal unterstrichen, dass Atomwaffen dem Völkerrecht widersprechen und deshalb zu verbieten sind. „Es ist notwendig, mit vielen kreativen Aktionen diese Haltung zu unterstreichen und weiter gesellschaftlichen Druck auf die Politisch Verantwortlichen aufzubauen“ sagt der RIO-Pfarrer.

Es sei an der Zeit, wieder die Stimme zu erheben, mahnte eine der Sprecherinnen von atomwaffenfrei.jetzt, Marion Küpker auf der Abschlusskundgebung: „Denn es wird wieder nuklear aufgerüstet,  Atomwaffen werden modernisiert.“ Proteste in Büchel gibt es seit 25 Jahren, weil dort 20 Atombomben „vom Kalten Krieg übriggeblieben sind“.

Die Ärztin Dr. Angelika Claußen, Europa-Präsidentin von „Ärzte gegen den Atomkrieg“ (IPPNW), forderte eine zivile Sicherheits- und Friedenspolitik.

Vor einem Atomkrieg aus Versehen warnte der Trierer Informatiker Professor Dr. Karl Hans Bläsius. Ein Fehlalarm in Krisenzeiten, aber auch aufgrund von Cyber-Attacken sei möglich. Für menschliche Entscheidungen bleibe immer weniger Zeit. „Aber es darf nicht sein, dass das Überleben der Menschheit von solchen Entscheidungen eines Menschen oder sogar einer Maschine abhängt.“

Die nächste Demonstration gegen Atomkriegsmanöver findet am 9.10.202  1 in Nörvenich statt. Infos dazu erhalten Sie u.a. im RIO-Büro Köln-Bonn.